Google ads
Mit der zunehmenden Automatisierung der Google-Werbeplattform hat sich Performance Max (PMAX) zum zentralen Kampagnenformat im Google-Ads-Ökosystem entwickelt. Laut Branchenanalysen generieren Performance-Max-Kampagnen mittlerweile rund 45 % aller Google-Ads-Conversions.
Auf den ersten Blick klingt das nach einem klaren Fortschritt: weniger manuelle Steuerung, mehr Effizienz durch künstliche Intelligenz. Doch viele Werbetreibende im DACH-Raum stellen fest, dass hinter der Automatisierung häufig eine schwer nachvollziehbare „Blackbox“ steckt.
Für Marketingverantwortliche und Performance-Teams bedeutet das: Wer Performance Max erfolgreich einsetzen möchte, muss die Automatisierung verstehen, aktiv steuern und Budgetverschwendung konsequent stoppen.
Dieser Beitrag zeigt, wo die größten Risiken liegen und welche strategischen Hebel Unternehmen im DACH-Raum nutzen können, um Performance-Max-Kampagnen effizient zu kontrollieren.
Performance Max wurde entwickelt, um Werbekampagnen kanalübergreifend zu optimieren. Das System verteilt das Budget automatisch über mehrere Google-Netzwerke: Google Search, Google Shopping, YouTube, Google Display Network, Gmail, Google Discover und Google Maps.
Der Algorithmus entscheidet dabei eigenständig, wo Anzeigen ausgespielt werden, welche Zielgruppen angesprochen werden und welches Gebot gesetzt wird. Diese Automatisierung reduziert zwar den manuellen Aufwand, schränkt jedoch gleichzeitig die Transparenz stark ein.
In der Praxis entstehen daraus drei typische Problemfelder.
Eines der häufigsten Probleme bei Performance-Max-Kampagnen ist die sogenannte Brand-Kannibalisierung. Der Algorithmus erkennt schnell, dass Suchanfragen nach der eigenen Marke eine sehr hohe Conversion-Wahrscheinlichkeit haben. Deshalb wird ein großer Teil des Budgets genau auf diese Suchanfragen konzentriert.
Das Problem dabei: Viele dieser Conversions wären ohnehin entstanden, da Nutzer bereits aktiv nach der Marke gesucht haben. Die Performance wirkt dadurch besser, als sie tatsächlich ist.
Ein weiteres Problem ist die fehlende Transparenz über die Budgetverteilung zwischen den Kanälen. In der Standardoberfläche von Google Ads ist nicht sichtbar, wie viel Budget in welchem Kanal investiert wird. In vielen Konten fließt ein großer Teil des Budgets in Display- oder Video-Traffic – diese Kanäle liefern jedoch häufig geringere Conversion-Raten als Suchanzeigen.
Performance Max setzt stark auf kreative Automatisierung. Wenn Werbetreibende keine eigenen Video-Assets hochladen, erstellt Google automatisch Videos aus vorhandenen Bildern und Texten. Diese automatisch generierten Inhalte wirken häufig visuell unprofessionell und erzielen niedrigere Engagement-Raten.
Eine der effektivsten Methoden zur Analyse der Budgetverteilung ist die Nutzung spezialisierter Google-Ads-Skripte – etwa das PMax Spend Allocation Script von Mike Rhodes. Dieses Skript visualisiert die Budgetverteilung nach Kanal und zeigt, ob Budget überwiegend in einem einzigen Kanal landet.
Mit Brand Exclusions können Markenbegriffe explizit aus Performance-Max-Kampagnen ausgeschlossen werden. Das verhindert, dass der Algorithmus ausschließlich auf Brand-Traffic optimiert. Seit 2026 können bis zu 10.000 Negative Keywords direkt auf Kampagnenebene hinterlegt werden.
Beim Feed-Only-Setup werden ausschließlich Produktdaten aus dem Merchant Center verwendet – ohne zusätzliche Assets. Performance Max konzentriert sich dann fast vollständig auf das Shopping-Inventar und liefert besser planbare Ergebnisse.
Audience Signals sind kein hartes Targeting, sondern ein Ausgangspunkt für den Algorithmus. Besonders effektiv ist das Hochladen eigener Kundendaten aus dem CRM – Bestandskunden, Newsletter-Abonnenten oder Leads aus dem Vertrieb beschleunigen die Lernphase erheblich.
Search Themes geben der KI Hinweise darauf, für welche Suchintentionen Anzeigen relevant sein könnten. Bis zu 25 Themen pro Asset-Gruppe können definiert werden.
Performance Max gehört heute zu den wichtigsten Kampagnentypen im Google-Ads-Ökosystem. Doch die Automatisierung darf nicht mit vollständiger Kontrolle verwechselt werden. Die tatsächliche Performance hängt stark von der Qualität der Inputs ab: sauberes Tracking, hochwertige Creatives, klare Struktur und strategische Ausschlüsse. Unternehmen im DACH-Raum, die diese Faktoren berücksichtigen, können Performance Max erfolgreich einsetzen und ihre Kampagnen skalieren.
Weiterführend: Google Ads Kampagnentypen 2026 | KI-Automatisierung richtig nutzen | Google Shopping Agentur Oldenburg. Als Google Ads Agentur Bremen und Google Ads Agentur Oldenburg kontrollieren wir Performance Max profitabel für Sie.